Stehende Frau mit langen Haaren, im Hintergrund Himmel mit Wolken

Vergiss Selbstliebe

26. Oktober 2020

Seit einigen Jahren befinde ich mich auf dem spirituellen Weg, besuche und gebe Seminare, damit wir alle Schritt für Schritt mehr zu uns kommen und erkennen, wer wir wirklich sind. Für mich ist das der einzig richtige Weg zu leben: Meiner inneren Stimme zu folgen, meinen Seelenweg zu gehen. Und immer wieder begleitet mich – und dich vermutlich auch – das Wort „Selbstliebe“. Erst kürzlich hat mir eine Klientin erzählt, sie hätte von einem erfahrenen Seelenwegwanderer den Tipp bekommen: „Kümmere dich um deine Selbstliebe“. Ob es wirklich „kümmern“ war, weiß ich nicht mehr, jedenfalls hat er ihr geraten, sich mehr damit zu beschäftigen, sich auf den Weg zur Selbstliebe zu machen. Das ist wunderbar, finde ich. Aber trotzdem, meine ich: vergiss Selbstliebe! Warum?

Wenn du sie noch nie gefühlt hast, die Selbstliebe: Hast du eine Ahnung, wie sie sich anfühlt? Ich hatte das nicht. Ich habe mir meine Selbstliebe vorgestellt. Mein Verstand hat sich was zusammengereimt. Ich habe den Eindruck, das passiert sehr vielen Menschen. Alles, was wir nicht kennen, müssen wir uns ja irgendwie vorstellen, oder? Oder?

Nein.

Vergiss Selbstliebe. Wortwörtlich. Du kannst sie nicht erdenken und dir auch nicht merken.

Du kannst dich der Selbstliebe öffnen

Unser Verstand hat nicht die geringste Vorstellung von dem, was wir sind, wenn wir die Liebe in uns entdecken und zulassen.

Diese Liebe ist mächtig. Nicht lieb.
Klar. Nicht wischiwaschi.

Unser Verstand hat keine Ahung, was da auf uns zukommt. Selbstliebe. Das kann alles sein!

Daher macht die Selbstliebe erst einmal eine Heidenangst – auch wenn das paradox klingt, denn Liebe wünschen wir uns doch alle. Doch wenn wir uns der Liebe öffnen wollen, ist es notwendig, dass wir vorher alle Panzer rund um unser Herz gehen lassen. Wenn du Selbstliebe noch nie wahrgenommen hast, kannst du dich ihr nur öffnen. Schritt für Schritt. Es ist ein Prozess, der Jahre dauern kann.

Selbstliebe ist nicht die fette Portion Schlagobers

„Gönn dir was!“. Ich finde es famos, wenn wir uns erlauben, uns selbst ein Geschenk zu machen. Uns liebevoll eine Runde in der Badewanne oder in der Therme verordnen, nur für uns allein in den Wald gehen, gut essen, uns ein schönes Buch gönnen, eine Yoga- oder Tanzklasse buchen etc. Doch in Wahrheit kommt die Selbstliebe davor. Mir was gönnen ohne Selbstliebe ist natürlich möglich und hilft mir auf die Sprünge. Doch die fette Portion Schlagobers allein ist in der Regel nicht Selbstliebe.

Was ist Selbstliebe dann?

Ja, da sind wir wieder bei der Vorstellung. Bitte löse dich von allen Vorstellungen, was Selbstliebe für dich bedeutet. Sie ist mit dem Verstand nicht zu fassen. Du kannst sie nur spüren. Und dafür braucht es Zeit. Gönn dir diese Zeit. Gönn dir deinen Weg, auf dem du dich erfährst, auf dem du erkennst, wann ein „Nein“ aus Selbstliebe angebracht ist und wann ein „Ja“. Es ist dein Weg, kürze ihn nicht ab und verlasse dich nur auf Begleiter, bei denen du dich richtig wohl fühlst – und die dich jedes Mal ein Stück raus aus deiner Komfortzone befördern. Gute Begleiter sind nicht lieb. Weil auch Selbstliebe nicht immer was mit Liebsein zu tun hat. Manchmal ist sie genau das Gegenteil. Manchmal sagt sie dir: „Das Schlagobers lässt jetzt schön bleiben!“

Die Liebe kommt aus der Erde

Für mich ist eines fix: Die Liebe kommt aus der Erde (ja, vom Himmel auch, aber oben sind wir oft genug – gehen wir mal hinunter). Diese Liebe gibt es bedingungslos und sie ist unerschöpflich. Daher kommt in meinen Seminaren und bei meinen Klientinnen die Erdung immer als erstes. Nur mit der Verbindung zur Erde habe ich die Sicherheit und das Vertrauen, das es braucht, um mein Herz ganz zu öffnen. Erst für mich und dann für andere. Und so geht es Schritt für Schritt: Erst das Annehmen … aha, so bin ich, so handle ich. Dann, mit der Zeit, öffnest du dein Herz mehr und mehr. Für dich. Nur für dich erstmal. Denn von hier aus beginnt alles. Bei dir beginnt alles. Die Liebe, der Frieden, die Lebensfreude, das Glück, die Fülle. Alles. Du bist alles. Und du bist alles, was du sein möchtest.

Wenn dich erfahren möchtest, spüren willst, wer du wirklich bist, schreib mir gern, besuche eines meiner Seminare, vereinbare einen Einzeltermin oder buche mein Meditations-Abo. Ich arbeite in Wien und St. Pölten.

Kommentare sind geschlossen.