Am Boden knieende, tanzende Frau, die Mehl aufwirbelt

Hey, was bist du für ein toller Hintern?!?

19. Mai 2021

Ich finde, es ist Zeit, unsere wahrhaftige Sexualität zu feiern! Es ist Zeit, dass wir beginnen, unsere Körper zutiefst zu lieben, sie zu verwöhnen, mit Ölen, Düften, genussvollen Massagen – ja und natürlich auch mit unseren Blicken und Gedanken. „Hey, was bist du für ein toller Hintern?!? Wo bist du schon überall gesessen?!? Der Wahnsinn! Wow, ihr Hände! Was ihr schon alles geschaffen habt, wen ihr schon liebkost habt! Mmmhhh, du Mund, was du schon für wundervolle Worte gesprochen und himmliche Küsse verteilt hast!“

Hey, das wär doch mal eine wärmende Art von Kommunikation, oder? Eine freundliche, leichte. Und die würde sich auch auf die Kommunikation mit unseren Liebsten auswirken.

Die Art, wie wir heute über Sexualität und unseren Körper sprechen, hat schon eine gewisse Schwere. Es ist ein zaches Thema, oder? Irgendwie ist uns der Spaß abhanden gekommen, das Spiel, die Leichtigkeit, die Freude. Kurz: die Liebe. Stattdessen mühen wir uns ab, um Orgasmen zu bekommen, unsere Brüste festzuhalten, damit sie beim Sex nicht seitlich runterhängen, uns Gedanken um unsere Bäuche zu machen, sie einzuziehen, wenn wir seitlich liegen. Wir mäkeln an uns rum, sind ständig im Kopf beim Sex und überlegen, was wir nachher noch zu tun haben.

Von der Todsünde zur Ekstase

Sexuell gesehen bin ich in einem extrem rigiden, frömmelnden Umfeld aufgewachsen. Masturbation (oder, wie sie kürzlich in LOL dazu gesagt haben: „Die Mona Lisa pinseln“), war eine Todsünde. Was kommt da raus? Junges Mädchen hat Lust auf sich selbst, will sich erkunden, hat Spaß dran – und bekommt dann erzäht: „Todsünde, sorry“. Da kann man schon in einen Konflikt geraten. 35 Jahre war Sex für mich irgendwie okay. War schon gut manchmal, aber die pure Extase? Tiefe Herzverbindung zum Partner? Nö.

Mitte 30 hat die Sinnlichkeit schließlich gesiegt. Ich habe die Ekstase kennengelernt. Die totale Hingabe. Was hat es dafür gebraucht? Keine extra Stellungen, keine Turnübungen, keine besondere Technik. Was es braucht, ist die Liebe. Und die Bereitschaft zweier Herzen, sich zu verbinden und diese Liebe fließen zu lassen.

Wahrhaftige Sexualität: und dein Kopf hat Sendepause

Und du für deinen Teil hast die Liebe immer mit dir. Auch wenn du sie nicht spürst: Sie ist immer da. Und langsam, langsam, wenn du bereit bist, die Panzer um dein Herz zu lösen, kommst du in einen Zustand der Hingabe. Du öffnest dein Herz für dich. Die beste Voraussetzung für deine wahrhaftige Sexualität, die dich nährt, die dich empfangen lässt in Sicherheit und die immer nur mehr Liebe und Liebe hervorbringt.

Da geht es meiner Meinung nach hin, meine Liebe: In deine wahrhaftige Sexualität. Genauso, wie du sie dir wünschst.

Sehr inspirierend finde ich dazu übrigens diesen Artikel von Anja Knabenhans und wundervoll illustriert von Sarah Weishaupt: „Welcher Körper wabbelt denn nicht, wenn man sich heftig bewegt?„. Er zeigt mal die Sicht der Männer. Schöne Einblicke, meine Damen.

Workshop „Leben, lachen, Liebe machen“ in Wien

Wenn dein Becken bei all dem, was du bis hier gelesen hast, jetzt schon mitschwingt:
Am Samstag, 17. Juli 2021, halte ich meinen ganztägigen Workshop „Leben, lachen, Liebe machen“ in Wien. Hier geht es darum, dich und deine Lust, deinen Genuss zu spüren, deine Lebensfreude auszudrücken, dich mit deiner Weiblichkeit zu verbinden und zu erkennen, dass der Sex, den du dir wünscht, möglich ist. Und zu erkennen, dass deine Sexualität deine Schaffenskraft nährt, dass sie ein unerschöpflicher Quell deiner Kreativität ist. Es geht nicht um Techniken oder darum, dass wir alle nackt durch die Gegend tanzen und uns befummeln, sondern es geht darum, dich zu spüren. In deiner Tiefe und in deiner Ganzheit.

Wir werden an diesem Tag gemeinsam tanzen, in Verbindung gehen mit all den Schätzen in unserem Becken, mit unserem Herzen, mit der bedingungslosen Liebe von Mutter Erde, wir werden gemeinsam sein, spüren, meditieren, essen. All das im wunderschönen Ambiente von TRaum 14, mit Garten und viel Raum für uns.

Dieser Tages-Workshop kostet 190,- Euro pro Person. Details zum Workshop erfährst du hier.

Falls du jetzt schon weißt „YEAH, da will ich unbedingt dabei sein!“ melde dich bitte via Mail oder telefonisch unter 0699/110 222 05 an.

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